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Neue erstinstanzliche Strafsachen in der Zeit vom 19.01.2026 bis 23.01.2026 (4. Kalenderwoche)

Neue erstinstanzliche Strafsachen in der Zeit vom 19.01.2026 bis 23.01.2026 (4. Kalenderwoche)



Termin am 19.01.2026, 9:30 Uhr – 4 KLs 105/25

Fortsetzungstermine: 21.01., 28.01., 02.02., 05.02., 25.02., 04.03., 16.03. und 07.04.2026 jeweils um 9:30 Uhr

Tatvorwurf: bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge u.a.


Drei Angeklagten im Alter von 36, 33 und 35 Jahren wird insbesondere zur Last gelegt, ab Februar 2025 als Mitglieder einer Bande in zwei Fällen mit synthetischen Cannabinoiden in nicht geringer Menge Handel getrieben zu haben. Die synthetischen Cannabinoide sollen zudem durch den 33-jährigen Angeklagten hergestellt worden sein. In einem Fall sollen mit dem Wirkstoff getränkte Papiere in die JVA Meppen über die dortige Wäscherein eingeschleust worden sein, wo der seinerzeit inhaftierte 35-jährige Angeklagte eingesetzt war. In einem weiteren Fall sollen die Angeklagten versucht haben, die getränkten Papiere über die Ehefrau eines anderen Inhaftierten einzuschmuggeln, was letztlich misslang.

Dem 36-jährigen Angeklagten wird zudem zur Last gelegt, in Löningen im November 2024 die Scheune seines Vaters, die sowohl als Pferdestall als auch als Kfz-Werkstatt genutzt wurde, in Brand gesetzt zu haben. Die Scheune soll vollständig ausgebrannt sein. Auch die beiden in der Scheune untergebrachten Pferde sollen durch den Brand verstorben sein.

Dem 36-jährigen Angeklagten wird darüber hinaus vorgeworfen, dass er im Mai 2025 in einer Wohnung in Meppen Tabakerzeugnisse mit synthetischen Cannabinoide in nicht geringer Menge hergestellt und hiermit Handel getrieben habe.

Sämtliche Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft.


Termin am 19.01.2026, 9:30 Uhr – 1 KLs 112/24

Fortsetzungstermin: 21.01.2026 um 9:30 Uhr

Tatvorwurf: bewaffneter Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge u.a.

Einem Angeklagten im Alter von 36 Jahren wird insbesondere zur Last gelegt, in zwei Fällen in Barßel mit Betäubungsmitteln (Kokain) und Cannabis jeweils in nicht geringer Menge Handel getrieben zu haben. Das Kokain soll er in einem Möbeltresor verwahrt haben, in welchem sich auch eine scharfe, jedoch ungeladene Pistole und Munition befand. Diesen Möbeltresor soll der 36-jährige Angeklagte an einen 51-jährigen Mitangeklagten sodann zur Verwahrung übergeben haben, wobei dieser Kenntnis vom Inhalt des Tresors gehabt haben soll.


Termin am 20.01.2026, 9:00 Uhr – 3 KLs 103/25

Fortsetzungstermine: 27.01. und 03.02.2026 jeweils um 9:00 Uhr

Tatvorwurf: Diebstahl mit gefährlichen Werkzeugen

Dem 43-jährigen Angeklagten wird zur Last gelegt, im Juni 2023 in Oldenburg mit einem gesondert Verfolgten einen abgeschlossenen PKW entwendet zu haben.

Mit diesem PKW sollen sie brachial in den gesicherten Vorraum eines Juweliergeschäfts in der Achternstraße gefahren sein. Sodann sollen sie eine Vielzahl von Schmuckstücken und Uhren im Wert von 918.000 EUR entwendet haben. Der gesondert Verfolgte soll bei der Tat einen Kuhfuß geführt haben.

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.


Termin am 20.01.2026, 9:00 Uhr – 5 Ks 19/25

Fortsetzungstermine: 23.01., 06.02. und 24.02.2026 jeweils um 9:00 Uhr

Tatvorwurf: versuchter Totschlag pp.

Dem 23-jährigen Beschuldigten wird im Rahmen eines Sicherungsverfahrens zur Last gelegt, im Juli 2025 in Vechta im Zustand der Schuldunfähigkeit versucht zu haben, seinen Bruder im Streit um einen Laptop mit einem Küchenmesser zu erstechen. Er soll diesen mit dem Messer im Bereich des Unterbauches nicht lebensbedrohlich verletzt haben.

Der Beschuldigte soll seit längerem an einer psychiatrisch relevanten Erkrankung leiden. Seine dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus kommt in Betracht.

Derzeit ist er vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.


Termin am 21.01.2026, 9:00 Uhr – 3 KLs 107/25

Fortsetzungstermine: 04.02. und 19.02.2026 jeweils um 9:00 Uhr

Tatvorwurf: gefährliche Körperverletzung u.a.

Dem 32-jährigen Angeklagten werden mit acht Anklageschriften Straftaten zur Last gelegt, die sich im Zeitraum Mai 2023 bis April 2025 in Varel ereignet haben sollen. Der an einer psychiatrisch relevanten Erkrankung leidende Angeklagte soll unter anderem im Dezember 2024 in einer Tankstelle ohne Vorwarnung und Anlass eine andere männliche Person mit einem heißen Kaffee im Gesicht verbrüht haben. Zudem soll er ihm mit der Faust in das Gesicht geschlagen haben. Im Februar 2025 soll er einer anderen männliche Person, welche ihn aufforderte, die Räumlichkeiten der vorgenannten Tankstelle zu verlassen, mit der Faust in das Gesicht geschlagen haben. Darüber hinaus werden dem Angeklagten drei Diebstähle, zehn Hausfriedensbrüche und drei tätliche Angriffe auf Polizeibeamte zur Last gelegt. Es steht im Raum, dass der Angeklagte die Taten zumindest im Zustand der erheblich verminderten Schuldfähigkeit begangen haben könnte. Seine dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus kommt in Betracht.

In einem solchen Krankenhaus ist er auch derzeit vorläufig untergebracht.

Artikel-Informationen

erstellt am:
16.01.2026

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